FUS-Chronik 40 Jahre FUS
Chronik
- 1969
Gründung bedingt durch den Zusammenschluss der Firmen Messerschmitt - Flugzeug-Union Süd, Entwicklungsring Süd und Junkers-Flugzeug-Motorenwerke als 100% Tochtergesellschaft der neu gegründeten MBB GmbH am Standort Ottobrunn.
Tätigkeitsschwerpunkt ist die Beschaffung von Ersatzteilen für fliegende Systeme der Luftwaffe der Bundeswehr.
Für diesen Zweck wird im Folgejahr auch ein Spezialbetrieb für Verpackung und Konservierung in Dachau erworben, sowie ein Vertriebsbüro mit Lager für Norm- und Ersatzteile für das Flugzeug-Baumuster Fouga Magister in Paris eröffnet.
Im Gründungszeitraum beträgt die Anzahl der Mitarbeiter lediglich 12, wobei das Rechnungswesen vom Stammhaus mitgeführt wird.
Der Umsatz im Folgejahr der Gründung liegt bei 9,6 MioDM (4,9Mio€).
- 1978
Übernahme der Leichtflugzeugaktivitäten vom MBB Bereich Militärflugzeuge mit Schwerpunkt Ersatzteilversorgung der im Betrieb befindlichen Flotte von rd. 300 Flugzeugen aus der Ludwig-Bölkow-Ära.
- 1981
Erweiterung des Portfolios durch die Übernahme der Vertretung von Nietmaschinen der amerikanischen Herstellerfirma GEMCOR. Diese wurden in der Folgezeit an nahezu alle Flugzeughersteller in Europa verkauft.
- 1982
Beteiligung am Schweizer Flugzeugwerk Farner in Grenchen, welche den Lizenzbau des Leichtflugzeuges SIAT-FLAMINGO 223 übernimmt.
- 1984
Aufbau der Vertriebsvertretung der amerikanischen Firma RICHMOND, Hersteller von Klebe- und Trennmitteln für die Composite-Fertigung.
- 1985
Rückführung des Fouga Magister Ersatzteillagers nach Ottobrunn sowie Auflösung und Verkauf der Außenstelle Paris.
- 1987
Erweiterung der Vertriebsaktivitäten und Aufbau eines eigenen Geschäftsfeldes durch den Erwerb der amerikanischen Lizenz für die Herstellung von Kunststoff-Strahlmittel als Ersatzmedium für das chemische Entfernen von Flugzeuglackierungen. Gründung der Firma FDST in Metelen als Mitgesellschafter zur Produktion eines europäischen Kunststoffstrahlmittels.
- 1988
Weiterer Ausbau des Geschäftsfeldes "Dry Stripping" durch die Beteiligung an der amerikanischen Strahlmittelhersteller-Firma US-Technology Corporation.
- 1989
Beginn der Entwicklung der Motorenumrüstung für die Leichtflugzeuge SEAT-FLAMINGO 223 und Cessna 172 in Kooperation mit Porsche. Umgerüstete und zugelassene Flugzeuge wurden von Porsche aufgrund fehlender Verkaufserfolge in den Folgejahren zurück gekauft bzw. museal verwendet, das Programm wurde eingestellt.
- 1991
Kapazitätsbedingter Umzug in größere Geschäftsräume, dem heutigen Standort Rudolf-Diesel-Straße 26, in Ottobrunn. Rückführung der Beteiligung an die Firma Farner, Schweiz.
- 1992
Beendigung der Firmenvertretung für GEMCOR Nietmaschinen, deren amerikanische Standards den deutschen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.
- 1994
Abschluss eines Vertrages mit der Firma VEBEG über die exklusive Verwertung der Überschussersatzteile aus den Programmen F-104, RF-4E und Alpha Jet. Aufbau eines zentralen Verwertungslagers am Bundeswehr-Flugplatz Manching.
- 1995
Einstieg in die Industrielogistik und Aufbau eines eigenen Geschäftsfeldes durch Normteilversorgung direkt an den Montagelinien des EADS Werkes Augsburg.
- 1996
Ergänzung des Portfolios durch die Abwicklung von Normteilbeschaffungen für die militärischen Kunden des europäischen Kampfflugzeuges TORNADO im Auftrage des EADS-Bereiches Militärflugzeuge.
- 1997
Erweiterung des Geschäftsfeldes Industrielogistik durch die Übernahme der Montagelinienversorgung im Eurocopter Werk Donauwörth.
- 1999
Weiterer Ausbau des Geschäftsfeldes Industrielogistik mit der Montagelinienversorgung des EADS Werkes Manching.
- 2003
Weiterer Ausbau der Abwicklung von Normteilbeschaffungen für das europäische Kampfflugzeug EUROFIGHTER im Auftrage des EADS-Bereiches Militärflugzeuge.
Bezug eines speziell für Spezialverpackungen errichtetes Gebäude in Dachau.
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